Frauen übernehmen in landwirtschaftlichen Betrieben zunehmend Verantwortung – auch bei Investitionsentscheidungen und der strategischen Weiterentwicklung von Unternehmen. Gleichzeitig berichten viele Frauen in der Landwirtschaft von erschwertem Zugang zu Krediten und Investitionsmitteln. Häufig verfügen sie über weniger Sicherheiten wie Grundbesitz oder Vermögen und werden daher in Finanzierungsprozessen benachteiligt. Dabei zeigen Studien branchenübergreifend, dass frauengeführte Unternehmen ein geringeres Risikoprofil aufweisen und Kredite besonders zuverlässig zurückzahlen. Zudem legen Unternehmerinnen häufig einen stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sowie auf soziale Werte in der Unternehmensführung. Diese Perspektiven können wichtige Impulse für die Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe geben.
Die Bildungsveranstaltung beleuchtet bestehende Hürden beim Zugang zu Finanzierung und zeigt Wege auf, wie Frauen ihre Stärken in Finanzierungsprozessen gezielt nutzen können. Gleichzeitig wird diskutiert, wie Beratung, Förderprogramme und Kreditvergaben geschlechtergerechter gestaltet werden können.
Die Teilnehmenden
– erkennen zentrale Barrieren beim Zugang zu Krediten und Investitionsmitteln für Frauen in der Landwirtschaft und reflektieren deren Ursachen.
– stärken ihr Finanzierungswissen sowie ihr Selbstvertrauen in Finanzierungsfragen, um Investitionen aktiv zu planen und Finanzierungsgespräche souverän zu führen.
– lernen die wirtschaftlichen Stärken frauengeführter Unternehmen kennen – insbesondere ihre hohe Rückzahlungszuverlässigkeit sowie ihre Orientierung an Nachhaltigkeit und sozialen Werten – und können diese gezielt als Vorteil in Finanzierungsprozessen nutzen.
Zielgruppe: Frauen in der Landwirtschaft, Betriebsleiterinnen, Hofnachfolgerinnen, Unternehmerinnen im ländlichen Raum sowie Multiplikatoren und Multiplikatorinnen aus Beratung, Bildung und Verbänden.
Mehr zum UN-Jahr der Landwirtin unter https://www.bayerischerbauernverband.de/UN-Jahr-der-Landwirtin